Die betriebliche Altersvorsorge genießt besondere Förderung durch steuerliche Anreize. Die Presse-Versorgung bietet als einfachen Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge die Direktversicherung und die rückgedeckte Pensionszusage.

Mehr dazu finden Sie unter Branchenlösung Medien.

Entgeltumwandlung

Jeder Arbeitnehmer hat einen Rechtsanspruch auf eine Entgeltumwandlung, der Arbeitgeber kann aber den Durchführungsweg bestimmen. Nach § 3 Nr. 63 EStG können in eine Direktversicherung Beiträge in Höhe von 8 % der Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Rentenversicherung (West) pro Jahr steuerfrei eingezahlt werden (im Jahr 2019 sind dies 6.432 €).

Zufließende Leistungen sind voll steuerpflichtig (nachgelagerte Besteuerung). Jedoch ist der individuelle Steuersatz in der Rentenphase im Allgemeinen geringer als in der Beitragsphase.

Der Versicherungsschutz

Versichert wird eine lebenslange Rente, die frühestens ab Vollendung des 62. Lebensjahres zur Auszahlung kommt. Steuerlich begünstigt kann in die Versicherung Berufsunfähigkeitsschutz sowie eine Hinterbliebenenvorsorge eingeschlossen werden.

Unverfallbarkeit

Bei einer arbeitnehmerfinanzierten Entgeltumwandlung gilt die Unverfallbarkeit von Anfang an. Für andere Zusagen, die nach dem 01.01.2018 gegeben wurden, gilt die gesetzliche Unverfallbarkeit, wenn Sie als Arbeitnehmer zum Zeitpunkt des Ausscheidens das 21. Lebensjahr vollendet haben und die Zusage drei Jahre bestanden hat.

Für vor dem 01.01.2018 erteilte Zusagen gelten die alten Unverfallbarkeitsfristen mit folgender Besonderheit weiter: Unverfallbarkeit tritt bereits ein, wenn der Arbeitnehmer bei Ausscheiden ab dem 01.01.2021 mindestens 21 Jahre alt ist. Was passiert bei Arbeitgeberwechsel? Sie haben einen Rechtsanspruch auf Übertragung Ihrer Versorgung (Portabilität) auf den Versorgungsträger Ihres neuen Arbeitgebers. Sie können (z. B. bei Selbstständigkeit) jedoch den Vertrag auch privat fortführen. Die Höhe des neuen Beitrags legen Sie nach Ihren Möglichkeiten fest. Wir errechnen dann die neuen Versicherungsleistungen. Es besteht auch die Möglichkeit, den Vertrag beitragsfrei weiterzuführen.

Krankenversicherungsbeiträge

Wenn Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, sind die Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung beitragspflichtig; sie werden mit anderen Versorgungsbezügen addiert. Die Beitragspflicht gilt jedoch nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Krankenversicherung. Bei Rentenleistungen ist die monatliche Rente für die Beitragsermittlung maßgebend, die Krankenversicherungsbeiträge fallen lebenslang an.

Bei Kapitalleistungen wird der Auszahlungsbetrag rechnerisch durch 120 geteilt. Darauf werden monatlich die entsprechenden Krankenversicherungsbeiträge erhoben. Nach zehn Jahren ist die Beitragspflicht abgegolten.

Variable Beitragshöhe

Eine Änderung der Beitragshöhe ist in Abstimmung mit dem Arbeitgeber jederzeit möglich. Nach oben sind die Beiträge in ihrer Steuerfreiheit jedoch durch die bestehenden gesetzlichen Vorgaben (8 % der jeweils gültigen Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung) begrenzt.