Die betriebliche Altersvorsorge genießt besondere Förderung durch steuerliche Anreize. Die Presse-Versorgung bietet als einfachen Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge die Direktversicherung und die rückgedeckte Pensionszusage.

Mehr dazu finden Sie unter Branchenlösung Medien.

Entgeltumwandlung

Jeder Arbeitnehmer hat einen Rechtsanspruch auf eine Entgeltumwandlung, der Arbeitgeber kann aber den Durchführungsweg bestimmen. Nach § 3 Nr. 63 EStG können in eine Direktversicherung Beiträge in Höhe von 8 % der Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Rentenversicherung (West) pro Jahr steuerfrei eingezahlt werden (im Jahr 2018 sind dies 6.240 €).

Zufließende Leistungen sind voll steuerpflichtig (nachgelagerte Besteuerung). Jedoch ist der individuelle Steuersatz in der Rentenphase im Allgemeinen geringer als in der Beitragsphase.

Der Versicherungsschutz

Versichert wird eine lebenslange Rente, die frühestens ab Vollendung des 62. Lebensjahres zur Auszahlung kommt. Steuerlich begünstigt kann in die Versicherung Berufsunfähigkeitsschutz sowie eine Hinterbliebenenvorsorge eingeschlossen werden.

Unverfallbarkeit

Für Zusagen ab 01.01.2018 bleibt eine gesetzlich unverfallbare Anwartschaft (dem Grunde nach) erhalten, wenn das Arbeitsverhältnis nach Vollendung des 21. Lebensjahres (statt bislang 25. Lebensjahr) endet und die Zusage zu diesem Zeitpunkt mindestens drei Jahre (statt bislang 5 Jahre) bestanden hat.

Die Übergangsvorschrift in § 30 f sieht vor, dass die gesetzliche Unverfallbarkeit für Zusagen, die vor dem 01.01.2018 und nach dem 31.12.2008 erteilt wurden, ebenfalls erreicht wird, wenn die Zusage ab dem 01.01.2018 drei Jahre bestanden hat und bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses das 21. Lebensjahr vollendet ist.

  • Die Übergangsregelung greift für Zusagen, die nach dem 01.01.2016 erteilt wurden, wenn der Versorgungsberechtigte am 01.01.2021 das 21. Lebensjahr vollendet hat.
  • Die Übergangsregelung greift für Personen mit Zusagen, die ab dem 01.01.2009 und vor dem 01.01.2018 erteilt wurden, wenn der Versorgungsberechtigte am 01.01.2021 das 25. Lebensjahr noch nicht, aber das 21. Lebensjahr vollendet hat.

Was passiert bei Arbeitgeberwechsel?

Sie haben einen Rechtsanspruch auf Übertragung Ihrer Versorgung (Portabilität) auf den Versorgungsträger Ihres neuen Arbeitgebers. Sie können (z. B. bei Selbstständigkeit) jedoch den Vertrag auch privat fortführen. Die Höhe des neuen Beitrags legen Sie nach Ihren Möglichkeiten fest. Wir errechnen dann die neuen Versicherungsleistungen. Es besteht auch die Möglichkeit, den Vertrag beitragsfrei weiterzuführen.

Krankenversicherungsbeiträge

Wenn Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, sind die Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung beitragspflichtig; sie werden mit anderen Versorgungsbezügen addiert. Die Beitragspflicht gilt jedoch nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Krankenversicherung. Bei Rentenleistungen ist die monatliche Rente für die Beitragsermittlung maßgebend, die Krankenversicherungsbeiträge fallen lebenslang an.

Bei Kapitalleistungen wird der Auszahlungsbetrag rechnerisch durch 120 geteilt. Darauf werden monatlich die entsprechenden Krankenversicherungsbeiträge erhoben. Nach zehn Jahren ist die Beitragspflicht abgegolten.

Variable Beitragshöhe

Eine Änderung der Beitragshöhe ist in Abstimmung mit dem Arbeitgeber jederzeit möglich. Nach oben sind die Beiträge in ihrer Steuerfreiheit jedoch durch die bestehenden gesetzlichen Vorgaben (8 % der jeweils gültigen Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung) begrenzt.