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Beitragsbemessungsgrenze West (BBG).

Die BBG sinkt von aktuell 85.200 EUR (7.100 EUR/Monat) auf 84.600 EUR (7.050 EUR/Monat) in 2022. Die Senkung der BBG trägt der (coronabedingten) leicht negativen Entwicklung der Löhne im Jahr 2020 Rechnung und ist einmalig in der „Geschichte“ der BBG DRV (West).

Die Absenkung hat auch Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung: Die steuerliche Förderung im Rahmen von § 3 Nr. 63 EStG und die Sozialversicherungsfreiheit der Beiträge nach § 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV sind an die BBG gekoppelt.
Durch die Senkung der BBG tritt eine Minderung des maximal möglichen steuerlichen (8% der BBG) und sozialversicherungsrechtlichen (4% der BBG) Freibetrags ein. Damit ist bei Überschreiten des steuerlichen Freibetrags der Beitragsteil, der den Freibetrag übersteigt, individuell und die Rente aus diesem Beitragsteil mit dem Ertragsanteil zu versteuern.

Höchstbeitrag Obligatorium auch von der Senkung betroffen:

Die eigene Beitragsbemessungsgrenze, deren Berechnung in den Altersversorgungs-Tarifverträgen für festangestellte Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften und für Onliner an Tageszeitungen geregelt ist, sinkt durch die Koppelung an die gesetzliche BBG von 5.325 EUR (2021) auf 5.300 EUR (2022). Der Höchstbeitrag sinkt dadurch von 426 EUR (2021) auf 424 EUR (2022). Wenn Sie aus Vereinfachungsgründen auf die Senkung um monatlich 2 EUR verzichten möchten, kann der höhere Beitrag von 426 EUR auch in 2022 unverändert entrichtet werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden durch die geringere eigene BBG erfüllt.

Weiterführende Links:

Informationen zur eigenen Beitragsbemessungsgrenze und zum Höchstbeitrag ab 2022 im Obligatorium finden Sie unter